
Individuelle Inhouse-Schulungen für Ihre Organisation
Möchten Sie Ihr Team gezielt einarbeiten, weiterqualifizieren oder Ihre Fachkompetenz in einem bestimmten Bereich der Sozialen Arbeit ausbauen? Dann sind unsere Inhouse-Schulungen genau das Richtige für Sie! Als erfahrener Partner im Bereich der Sozialen Arbeit bieten wir Ihnen individuelle Schulungen, die sich ganz an den Bedürfnissen und Zielen Ihrer Organisation orientieren.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Individuelle Konzepte: Gemeinsam gestalten wir Ihre Inhouse-Schulung exakt nach den Bedürfnissen Ihres Teams – inhaltlich und methodisch flexibel und zielgenau.
- Flexible Buchung: Sie können jedes Angebot aus dem SERA-Programm als exklusive Schulung direkt für Ihre Organisation wählen, unabhängig vom offenen Seminarplan – persönlich angepasst und auf Wunsch vor Ort oder online.
- Praxisnahe Inhalte: Unsere erfahrenen Dozentinnen und Dozenten vermitteln Wissen, das sich direkt im Arbeitsalltag anwenden lässt.
Lassen Sie sich von unserer großen Themenvielfalt inspirieren und finden Sie Ihre passende Inhouse-Schulung.
Durchführung Ihrer Inhouse Schulung
- Gemeinsame Abstimmung der Lehrinhalte und des Ablaufs - Wir besprechen mit Ihnen, welche Themen für Sie und Ihre Teilnehmer:innen wichtig sind und wie der Seminarverlauf optimal gestaltet wird.
- Persönliche Vorbesprechung - In einem persönlichen Gespräch lernen Sie den Dozenten kennen und erhalten einen genauen Einblick in die Trainingsinhalte.
- Terminflexibilität - Wir passen uns Ihrem Zeitplan an - ob in Ihren firmeneigenen Räumlichkeiten oder in den Tagungsräumen des SERA-Instituts.
- Individuelle Teilnehmerzahl- Sie legen fest, wie viele Mitarbeiter:innen geschult werden sollen. Wir kümmern uns um den Rest.
- Maximaler Lernerfolg durch morderne Didaktik- Unsere Dozenten vermitteln die Seminarinhalte praxisnah - mit Methoden, die nachhaltiges Wissen garantieren. Ihre Wünsche an Inhalt und Gestaltung setzen wir umgehend und unkompliziert um.
- Nach dem Seminar - Im Anschluss erhalten alle Teilnehmer:innen ein persönliches Teilnahmezertifikat sowie ein detailliertes Skript zum Seminarinhalt.
Themenbeispiele
Hier finden Sie eine Auswahl an Themen, die wir bereits erfolgreich als Inhouse-Schulungen für unsere Kunden umgesetzt haben - als Inspiration für Ihr eigenes, maßgeschneidertes Trainingskonzept. Natürlich können Sie auch jedes andere Seminar aus unserem SERA-Programm als passgenaues Inhouse-Training für Ihr Team buchen. Gemeinsam gestalten wir Ihre Weiterbildung ganz nach Ihren Bedürfnissen und Zielen.
Sexuelle Bildung im Kindesalter
Dozent: Katrin Stallmann
Bereits Kinder profitieren von einer entwicklungsangemessenen und fachlich fundierten sexuellen Bildung. Sie macht Kinder sprachfähig, stärkt das Wissen über Bedürfnisse und Grenzen und begleitet sinnlich-körperliche Lernprozesse. Fachkräfte, die in ambulanten, stationären und schulischen Settings mit Kindern im KiTa-, Vor- und Grundschulalter arbeiten, stehen vor der Aufgabe, einen sicheren und unterstützenden Rahmen für die sexuellen Entwicklungsprozesse der ihnen anvertrauen Kinder zu schaffen. Der Umgang mit kindlichen sexuellen Ausdrucksformen kann dabei zu Verunsicherungen führen: Was verstehen wir unter der kindlichen Sexualität? Welche Verhaltensweisen sind entwicklungsangemessen, welche auffällig und interventionsbedürftig? Was dürfen wir zulassen? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Sinnhaftigkeit sexueller Bildung und deren praktischer Umsetzung im Berufsalltag. Wir werden erörtern, wie wir ein Umfeld schaffen können, das Kinder schützt und gleichzeitig ihre Rechte auf Selbstbestimmung und Entfaltung respektiert. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir eine positive Haltung zu Sexualität und Körperlichkeit vermitteln können, um das kindliche Selbstbewusstsein zu stärken.
Konkrete Inhalte:
- Psychosexuelle Entwicklungsebenen im Kindesalter
- Umgang mit sexuellen Ausdrucksformen von Kindern
- Prävention von sexualisierter Gewalt
- Rechtliche Aspekte
- Einsatz sexualpädagogischer Materialien und Methoden
- Reflexion der eigenen professionellen Rolle
- Gestaltung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Sorgeberechtigten
Das Seminar kann auf die individuellen Bedarfe des Trägers oder der Einrichtung angepasst werden. Ein Seminar für Leitungskräfte, die sich auf einen konzeptionellen Prozess begeben möchten, ist ebenfalls möglich.
Jugendsexualitäten: Sexuelle Bildung im Jugendalter
Dozent: Katrin Stallmann
Sexualität ist ein grundlegendes Element des menschlichen Daseins und ein integraler Bestandteil der Persönlichkeit. Jugendliche stehen in ihrer sexuellen Entwicklung vor zahlreichen Herausforderungen. Sie lernen, ihren eigenen Körper zu verstehen und zu bewohnen, sich mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität auseinanderzusetzen und erste sexuelle Beziehungserfahrungen zu sammeln. Diese Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt beinhaltet auch die Reflexion über persönliche Werte und Normen. Das soziokulturelle Umfeld spielt bei dem Bedürfnis nach Exploration, Anpassung und Abgrenzung eine wesentliche Rolle. Fachkräfte in ambulanten, stationären und schulischen Settings haben die Aufgabe, Jugendliche in ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu unterstützen und ihre Kontaktfähigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit sowie ihr Verantwortungsgefühl zu fördern. Wie lässt sich in der Praxis ein vertrauensvolles Umfeld schaffen, in dem Jugendliche offen über ihre Anliegen sprechen können? Wie sprechen wir als Fachkräfte mit Jugendlichen eigentlich über sexuelle Themen? Wie gehen wir mit der Vielfalt an kulturellen Hintergründen und Werten in Bezug auf Sexualität um?
In diesem Seminar werden wir erörtern, wie sexuelle Bildung an den Lebensrealitäten von Jugendlichen ausgerichtet werden kann und welche Aspekte dabei zu beachten sind. Das Seminar bietet einen Raum für Reflexion und Austausch unter Fachkräften und vermittelt konkrete Werkzeuge, die in der beruflichen Praxis angewendet werden können.
Hilfebeziehungen und Contracting
Dozent: Josha Eisenhut
Wer richtig in die Hilfebeziehung zu Klienten startet, hat später weniger Arbeit. Eine gute Auftragsklärung und ein gutes Contracting sichern die Wirksamkeit der sozialpädagogischen Hilfe und erweisen sich als ressourcenschonend aufseiten des Professionellen.
In dieser Schulung werden Methoden und Interventionen des Contractings vermittelt, sowie Grundlagen für den Aufbau einer professionellen Hilfebeziehung praktisch eingeübt. Ziel ist es, die Kooperation des Klienten so zu sichern, dass dieser motiviert in die Hilfe einsteigt und der Fachkraft Arbeit und Mühe erspart. Die Teilnehmer*Innen reflektieren im Seminar konkret ihre aktuellen Hilfebeziehungen und überprüfen diese anhand ethischer und fachlicher Grundsätze. Sie lernen weiterhin, ihre Hilfebeziehung als „entwicklungsfördernde“ Beziehung zu gestalten und ihren Klienten in der Hilfebeziehung Raum zum Lernen und zur persönlichen Entwicklung anzubieten.
Ausgangslage ist die Hilfebeziehung möglichst „auf Augenhöhe“ mittels fachlich ausgeglichener Machtverhältnisse, um Kooperation und Partizipation zu ermöglichen. Schließlich lernen die Teilnehmer/Innen spezielle Phasen der Hilfebeziehung aktiv zu gestalten, um „Übergänge“ in der Hilfebeziehung zu erleichtern.
Konkrete Inhalte
- Aufnahmegestaltung und Rahmung einer professionellen Hilfebeziehung
- Ethik der Hilfebeziehung
- Auftragsklärung
- Arbeit an Commitment
Kinderschutz für unser Team- Ihre Praxis im Fokus
Als Team in der Jugendhilfe setzen Sie die gesetzlichen Anforderungen im Kinderschutz nach dem § 8a SGB VIII um.
Dabei ergeben sich in der Praxis viele Herausforderungen und Fragen, die in diesem Workshop anhand Ihrer Anliegen konkret bearbeitet werden. Dies bedarf einer kooperativen Haltung im Team und der Klärung einer zielorientierten und verfahrensgerechten Vorgehensweise. Sich als Team gemeinsam auf den neuesten Stand zu bringen, birgt die Chance für eine verantwortungsvolle Ausgestaltung des Schutzauftrags.
Konkrete Inhalte
Wissensupdate: Gesetzliche Grundlagen (Neuerungen: BKiSchG, SGB VIII)
- Konsequenzen für die freien Träger in der Jugendhilfe
Vorgehensweise bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nach § 8a (4) SGB VIII
- Verfahrensschritte
- Schutzkonzept
Fachliche Aspekte für die Gefährdungseinschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
- Risikofaktoren und Schutzfaktoren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
- Definitionen, Anhaltspunkte und Merkmale von Kindeswohlgefährdung
Praxiswerkstatt
- Gefährdungseinschätzung mit Instrumenten (Checkliste)
- Handlungsschritte: Einbeziehen der Eltern, Schutzplan
Gespräche mit Eltern im Kontext von Kindeswohlgefährdung
- Herausforderung und Chance zur Veränderung
- gesetzlicher Auftrag
- Gesprächsformat
Praxischeck bestehender Verfahren und Vorgehensweise
Macht und Gewalt der Sprache
Dozent: Lina Porschen
Macht, Stärke, Kraft, Autorität, Gewalt - man kann alle Begriffe synonym gebrauchen, denn sie haben alle die gleiche Funktion: Es wird sich daran bedient, um über andere zu herrschen (Arendt 2006). Unsere Sprache ist voll von Macht, Stärke, Kraft, Autorität und Gewalt.
Ob bewusst oder unbewusst, unsere Sprache kann verletzten; wie wohl jede:r von uns bereits erfahren hat. Daher ist es unerlässlich sich immer wieder über die Macht der Sprache bewusst zu werden und Worte mit Bedacht zu wählen.
Diese Fortbildung ist darauf ausgerichtet, wichtige Einblicke und Werkzeuge zu vermitteln, um die Sprache bewusst und förderlich im täglichen Umgang mit den Kindern einzusetzen. Ziel ist es, einen reflektiven Raum zu schaffen, in dem wir gemeinsam den Einfluss unserer Worte auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern erörtern können. Die Fortbildung umfasst praktische Übungen und Gruppendiskussionen, um das Gelernte unmittelbar anwendbar zu machen.
Konkrete Inhalte
- Reflexion über die Machtstrukturen in der Sprache und deren Auswirkungen auf Kinder
- Sensibilisierung für gewaltfreie Kommunikation und deren Bedeutung für das Wohlbefinden der Kinder
- Einbindung der Kinderrechte in den Erziehungsalltag
- Förderung von Partizipation und Mitbestimmung der Kinder
Sicher und erfolgreich Feedbackgespräche führen
Dozent: Lina Porschen
Eine offene, wertschätzende und feedbackorientierte Kommunikationskultur stärkt nicht nur die Resilienz und Motivation Ihrer Mitarbeiter:innen, sondern führt auch zu einem starken, verbindlichen Miteinander im Team. Daher ist konstruktives Feedback ein unverzichtbares Instrument im Umgang mit den Mitarbeitenden - für die persönliche Entwicklung als auch für die Weiterentwicklung des gesamten Teams.
In dieser Fortbildung lernen Sie, wie Sie sicher und souverän Feedback geben, sodass es von Ihrem Gegenüber auch angenommen werden kann. Sie bekommen die Gelegenheit Ihre eigene Feedbackkultur zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Zudem werden Ihnen effektive Methoden vorgestellt und es wird Raum für kollegialen Austausch geboten.
Konkrete Inhalte
- Unterscheidung zwischen echtem Feedback und Kritik verstehen
- Den Mehrwert für die eigene Arbeit verstehen
- die eigene Feedbackkultur reflektieren
- Sie erlernen verschiedene Methoden und Strategien zur Feedbackgebung
- Sie erarbeiten den Transfer für Ihre Praxis
Motivierende Gesprächsführung
Dozent: Stephan Druckerey
Menschen leiden oft darunter, bei für sie bedeutsamen Fragen keine klare Haltung einnehmen zu können. Häufig glauben sie, dass sie sich in bestimmten wichtigen Fragestellungen eindeutig und endgültig entscheiden müssten. Gleichzeitig erleben sie sich hin- und her gerissen zwischen verschiedenen Positionen und Sichtweisen, spüren den Druck zur Entscheidung und suchen (vergeblich) nach der „richtigen” Lösung.
Zeigen sich diese Klientinnen ablehnend gegenüber Hilfsangeboten oder Lösungsideen, fühlen sich Berater:innen/Therapeut:innen dazu eingeladen, Lösungen zu „produzieren“ oder die Klient:innen mit immer subtileren Argumentationen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, während diese sich immer weiter in eine abwartende Haltung zurückziehen.
Dieser Workshop bietet einen ressourcenorientierten Ausweg aus dieser Situation.
In diesem Workshop verbinden wir systemischen Ansätze und Methoden mit dem Motivational Interviewing.
Motivational Interviewing (MI) ist ein klientenzentrierter, direktiver Ansatz der Gesprächsführung zur Erhöhung der Eigenmotivation eines Menschen. Ursprünglich in der Suchtarbeit entwickelt, hat sich MI in unterschiedlichsten Bereichen wie Jugendhilfe, Psychotherapie oder Coaching etabliert.
MI geht davon aus, dass Menschen, die sich in Entscheidungsprozessen im Kreis drehen und auf der Stelle treten, nicht unmotiviert, sondern in einer inneren Zwiespältigkeit („Soll ich oder soll ich nicht“) gefangen sind. Durch eine spezifische Art der Gesprächsführung wird die Veränderungsbereitschaft erhöht und eine Entscheidungsfindung erleichtert.
Konkrete Inhalte
- Systemisches Ambivalenzcoaching
- Arbeit mit dem Inneren Team
- Grundhaltung des Motivational Interviewing
- Prinzipien und Methoden des Motivational Interviewing
- Geschmeidiger Umgang mit Widerstand
Kompaktseminar zum Thema Sucht: Kinder aus suchtbelasteten Familien - Jugendliche und Konsumtrends
Dozent: Simone Weis
Teil I Kinder aus suchtbelasteten Familien
Studien belegen, dass deutschlandweit ca. 3 Millionen Kinder mit mindestens einem suchtbelasteten Elternteil leben. In den meisten Fällen handelt es sich um Alkoholabhängigkeit. Ca. 60.000 Kinder haben Eltern, die andere legale und illegale psychoaktive Substanzen konsumieren.
Um im beruflichen Kontext sicher reagieren bzw. intervenieren zu können, benötigen Fachkräfte in Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Beratungsstellen etc. unter anderem eine hohe Sensibilität, besonders für die Bedürfnisse der Kinder sowie Hintergrundwissen zum Thema Sucht, bestehenden Hilfemöglichkeiten und Netzwerken.
Teil II Jugendliche und Konsumtrends
Es gibt viele Gründe, weshalb besonders Jugendliche anfällig für übermäßigen Drogenkonsum sind. Die Pubertät stellt eine Umbruchsituation im Leben dar, die Jugendliche besonders neugierig auf neue Eindrücke und Erfahrungen macht. Darüber hinaus übt das soziale Umfeld einen enormen Einfluss aus. Auch können persönliche Probleme in Schule, Familie oder anderen Beziehungen sowie Ängste ebenfalls ein Auslöser sein. Die Jugendlichen nutzen den Konsum von Drogen und Medikamenten dann als Bewältigungsstrategie, um Probleme zu vergessen und aus dem Alltag zu entfliehen.
Konkrete Inhalte
Teil I Kinder aus suchtbelasteten Familien
- Basiswissen zum Thema Suchtentstehung
- Einschätzung möglicher Risikofaktoren und Ressourcen suchtkranker Eltern
- Situation der Kinder in suchtbelasteten Familien
- Gesprächsführung
- Die Rolle der Fachkraft im suchtbelasteten System
- Kooperationspartner, weiterführende Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten
- Neben der theoretischen Wissensvermittlung können geeignete Methoden erprobt werden
Teil II Jugendliche und Konsumtrends
- Konsummotive
- Risikoarmer Konsum/Riskanter Konsum
- Basiswissen zu Substanzen
- Nüchtern werden…warum Veränderung so schwierig ist?
- Wer ist besonders gefährdet?
- Kooperationspartner und weiterführende Hilfen
- Neben der theoretischen Wissensvermittlung können Methoden aus der Beratungspraxis erprobt werden
Aktivierende Ressourcenarbeit - Vom Fragen, Suchen und Nutzen
Dozent: Mareike Hildebrandt
Die systemische Grundhaltung beinhaltet die Annahme, dass jeder Mensch über unzählige Ressourcen und Potentiale verfügt. Je sicherer diese Überzeugung verankert ist, umso leichter und spielerischer können Fachkräfte sich mit Klient*innen auf Entdeckungsreise zu diesen Schätzen machen und einen Rahmen zur Verfügung stellen, in welchem Fähigkeiten wiederentdeckt und auch erlernt werden können.
Klient*innen der Kinder- und Jugendhilfe sind geprägt von Misstrauen, Demoralisierung und mangelnder Selbstwirksamkeit. Der Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe ist es, diesem entgegenzuwirken.
In diesem Seminar beschäftigen sich die Teilnehmer*innen mit Techniken und Methoden, um vorhandene Ressourcen der Klient*innen mit sprachlichen Mitteln wiederzuentdecken und zu erarbeiten.
Das Seminar befasst sich mit der „Motivierenden Gesprächsführung“, Ressourcendiagnostik, Unterstützungsmanagement, Biografischen Lernen und Emotionsfokussierende Techniken.
Konkrete Inhalte
- Ressourcenorientierte Grundhaltung
- Ressourcen in all ihren Facetten kennenlernen
- Einsatz systemischer Fragetechniken
- was wäre, wenn - Fragen
- zirkuläres Fragen
- Wunderfrage
- Ausnahmefragen
- Fragen nach gewünschten Veränderungen
- Aktivierende Ressourcenkonfrontation
Kinder psychisch erkrankter Eltern stärken
Belastungen verstehen, Schutzfaktoren fördern, Handlungssicherheit gewinnen
Dozent: Stephanie Höger
In der pädagogischen Arbeit mit Kindern psychisch erkrankter Eltern bewegen sich Fachkräfte häufig in einem Spannungsfeld: Sie müssen die besondere Lebenssituation der Familie fachlich einordnen und zugleich dem Kind Halt, Orientierung und Beziehung anbieten.
Das Seminar vermittelt grundlegendes Wissen über psychische Erkrankungen von Eltern und deren mögliche Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Darauf aufbauend werden praxisnahe, resilienzfördernde und bindungssensible Zugänge vorgestellt, die Fachkräfte darin unterstützen, Kinder in ihrer psychischen Widerstandskraft nachhaltig zu stärken. Anhand konkreter Fallbeispiele wird erarbeitet, wie theoretische Grundlagen in eine professionelle, beziehungsorientierte Haltung und Handlung übersetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer wertschätzenden, vorurteilsfreien und ressourcenorientierten Zusammenarbeit mit den Eltern.
Konkrete Inhalte
- Überblick über häufige psychische Erkrankungen von Eltern und deren Bedeutung für das Erleben und die Entwicklung der Kinder
- Resilienz und Schutzfaktoren bei Kindern psychisch erkrankter Eltern
- Bindungssicherheit und die Rolle pädagogischer Fachkräfte als „sichere Basis“
- Praxisnahe Methoden: z.B. Psychoedukation, Kinder- und Jugendliteratur, Ansätze und Spiele für Einzel- und Gruppensettings
- Gesprächsführung mit Eltern, Vertrauensaufbau und gemeinsame Krisenplanung
Angst verstehen - Entwicklung ermöglichen
Professionelle, beziehungsorientierte Begleitung von Kindern und Jugendlichen
Dozent: Stephanie Höger
Angst ist ein wesentlicher Bestandteil kindlicher Entwicklung. Nimmt sie jedoch überhand, kann sie Entwicklungsprozesse blockieren und den pädagogischen Alltag erheblich erschweren – etwa, wenn ein Kind den Gruppenraum meidet, Aufgaben verweigert oder stark kontrollierend agiert.
Das Seminar lädt dazu ein, Angst aus neurobiologischer und psychodynamischer Perspektive vertieft zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass tragfähige Beziehungen die entscheidende Grundlage für einen hilfreichen Umgang mit Angst bilden.
Anhand konkreter Fallbeispiele wird erarbeitet, wie Fachkräfte auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig bleiben und theoretische Erkenntnisse in eine reflektierte, beziehungsorientierte Haltung übersetzen können. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Sicherheit, Orientierung und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen.
Konkrete Inhalte
- Furcht, Panik und ihre neurobiologischen Grundlagen; funktionale und dysfunktionale Angst im Entwicklungsverlauf
- Psychodynamische Zugänge: Angst im Kontext von Bindung, Objektbeziehungen sowie im Konflikt- und Strukturmodell
- Übertragung und Gegenübertragung als diagnostische Zugänge; Reflexion eigener emotionaler Reaktionen im Kontakt mit Angst
- Ausgewählte Aspekte der Familiendynamik und Elternarbeit bei ängstlichen Kindern und Jugendlichen
- Beziehungsorientierte Interventionen: Holding Environment, Containment und die Förderung von Mentalisierungsfähigkeit
Regeln vs. Haltung - Handlungsfähig bleiben im pädagogischen Alltag
Dozentin: Elisabeth Haunschild
Fühlen Sie sich manchmal ratlos und überfordert in Ihrem pädagogischen Beruf? Sätze wie "Hilfe, ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll, ich weiß nicht mehr weiter?!" sind in der Jugendhilfe, in Kitas und Schulen keine Seltenheit. Pädagogische Fachkräfte werden zunehmend mit Verhaltensweisen konfrontiert, die auf den ersten und zweiten und jeden weiteren Blick nicht erklärbar sind. Das führt nicht selten dazu, dass Menschen sich in ihrer pädagogischen Profession handlungsunfähig fühlen. Häufig wird dann nach mehr Regeln und Konsequenzen gefordert, die dem Ganzen Abhilfe schaffen sollen, doch das erweist sich häufig als kontraproduktiv und kann einen Teufelskreis in Gang setzen.
Sie kennen das? Dann lassen Sie uns gemeinsam ein Stück mehr verstehen, was hinter den Verhaltensweisen steckt. Wir werden ergründen, warum bestimmte Verhaltensmuster auftreten und wie Sie als pädagogische Fachkraft Ihre Handlungsfähigkeit bewahren können.
Durch Gruppenarbeiten und den Austausch über Praxissituationen aus Ihrem Alltag erarbeiten wir Methoden, die Sie in Ihrem pädagogischen Handeln stärken. Dabei betrachten wir auch, welche Regeln und Konsequenzen sinnvoll sind und von welchen eher abzusehen sind. Auch die eigenen Beziehungserfahrungen spielen hier eine wichtige Rolle.
Lassen Sie uns gemeinsam handlungsfähig bleiben!
Konkrete Inhalte
- Überforderung im pädagogischen Alltag: Umgang mit unerklärbaren Verhaltensweisen
- Regeln vs. Haltung: Diskussion über die Grenzen von Regeln und Konsequenzen
- Verhaltensmuster verstehen: Analyse der Ursachen von Verhaltensweisen
- Handlungsfähigkeit bewahren: Methoden zur Stärkung des pädagogischen Handelns
- Praxisbezug: Austausch über Praxissituationen und Reflexion eigener Beziehungserfahrungen
Ihr Wunschthema ist nicht dabei? Kein Problem!
Kontaktieren Sie uns einfach - wir beraten Sie gerne persönlich und entwickeln mit Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot, das genau auf Ihre Anforderungen und Ziele abgestimmt ist.
Wir freuen und darauf, gemeinsam mit Ihnen, die perfekte Lösung zu finden.