Inhalte
Professionelle, beziehungsorientierte Begleitung von Kindern und Jugendlichen
Angst ist ein wesentlicher Bestandteil kindlicher Entwicklung. Nimmt sie jedoch überhand, kann sie Entwicklungsprozesse blockieren und den pädagogischen Alltag erheblich erschweren – etwa, wenn ein Kind den Gruppenraum meidet, Aufgaben verweigert oder stark kontrollierend agiert.
Das Seminar lädt dazu ein, Angst aus neurobiologischer und psychodynamischer Perspektive vertieft zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass tragfähige Beziehungen die entscheidende Grundlage für einen hilfreichen Umgang mit Angst bilden.
Anhand konkreter Fallbeispiele wird erarbeitet, wie Fachkräfte auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig bleiben und theoretische Erkenntnisse in eine reflektierte, beziehungsorientierte Haltung übersetzen können. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Sicherheit, Orientierung und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen.
Konkrete Inhalte
- Furcht, Panik und ihre neurobiologischen Grundlagen; funktionale und dysfunktionale Angst im Entwicklungsverlauf
- Psychodynamische Zugänge: Angst im Kontext von Bindung, Objektbeziehungen sowie im Konflikt- und Strukturmodell
- Übertragung und Gegenübertragung als diagnostische Zugänge; Reflexion eigener emotionaler Reaktionen im Kontakt mit Angst
- Ausgewählte Aspekte der Familiendynamik und Elternarbeit bei ängstlichen Kindern und Jugendlichen
- Beziehungsorientierte Interventionen: Holding Environment, Containment und die Förderung von Mentalisierungsfähigkeit
Teilnehmerkreis
Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe