Inhalte
Die Traumapädagogik hat sich in den letzten Jahrzehnten als zentraler Ansatz im professionellen Umgang mit belasteten und traumatisierten Kindern und Jugendlichen etabliert. Sie verbindet Erkenntnisse aus Psychologie, Neurobiologie und Pädagogik und bietet Fachkräften eine fundierte Grundlage, um Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern im Kontext biografischer Erfahrungen zu verstehen.
In diesem Seminar werden die Ursprünge der Traumapädagogik sowie ihre zentralen Merkmale beleuchtet. Vertiefend wird erläutert, was unter einem Trauma zu verstehen ist, wie Traumata entstehen und welche Formen von Traumata sich entwickeln können, dienicht selten zu posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) führen. Reaktionen auf traumatische Erlebnisse werden näher betrachtet und durch neurologische sowie physische Erkenntnisse verständlich gemacht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Möglichkeiten der Traumapädagogik im pädagogischen Alltag. Dabei werden methodische Ansätze vorgestellt, die konkret anwendbar sind, ebenso wie die Grenzen dieses Ansatzes reflektiert werden.
Anzumerken ist, dass dieses Seminar eine Sensibilisierung hinsichtlich traumapädagogischer Arbeit beinhaltet, zugleich eine Ausbildung mit vertieften Kenntnissen nicht ersetzt.
Konkrete Inhalte
- Was ist ein Trauma und wie entsteht es
- Welche Formen von Traumata gibt es.
- Welche Folgen hat ein Trauma.
- Wie wirkt sich ein Trauma auf das Leben aus
- Welche wichtige Botschaft teilt uns das Gehirn mit, um Trauma besser verstehen zu können.
- Wie können wir mit traumbelasteten Menschen im Alltag umgehen (mit besonderem Fokus auf Selbstwahrnehmung und Haltung)
- der traumapädagogische Handwerkskoffer und seine Anwendung in der Praxis