Inhalte
Belastungen verstehen, Schutzfaktoren fördern, Handlungssicherheit gewinnen
In der pädagogischen Arbeit mit Kindern psychisch erkrankter Eltern bewegen sich Fachkräfte häufig in einem Spannungsfeld: Sie müssen die besondere Lebenssituation der Familie fachlich einordnen und zugleich dem Kind Halt, Orientierung und Beziehung anbieten.
Das Seminar vermittelt grundlegendes Wissen über psychische Erkrankungen von Eltern und deren mögliche Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Darauf aufbauend werden praxisnahe, resilienzfördernde und bindungssensible Zugänge vorgestellt, die Fachkräfte darin unterstützen, Kinder in ihrer psychischen Widerstandskraft nachhaltig zu stärken. Anhand konkreter Fallbeispiele wird erarbeitet, wie theoretische Grundlagen in eine professionelle, beziehungsorientierte Haltung und Handlung übersetzt werden können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer wertschätzenden, vorurteilsfreien und ressourcenorientierten Zusammenarbeit mit den Eltern.
Konkrete Inhalte
- Überblick über häufige psychische Erkrankungen von Eltern und deren Bedeutung für das Erleben und die Entwicklung der Kinder
- Resilienz und Schutzfaktoren bei Kindern psychisch erkrankter Eltern
- Bindungssicherheit und die Rolle pädagogischer Fachkräfte als „sichere Basis“
- Praxisnahe Methoden: z.B. Psychoedukation, Kinder- und Jugendliteratur, Ansätze und Spiele für Einzel- und Gruppensettings
- Gesprächsführung mit Eltern, Vertrauensaufbau und gemeinsame Krisenplanung
Teilnehmerkreis
Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe