Inhalte
Traumatische Erfahrungen können tiefgreifende Spätfolgen haben, die noch Jahre später wirksam sein können – in Beziehungen, im Berufsalltag, im Körper oder im eigenen Selbstwertgefühl. Viele Betroffene leiden unter Ängsten, innerer Unruhe, Erschöpfung oder wiederkehrenden Belastungen, ohne den Zusammenhang zu früheren Erlebnissen erkennen zu können.
In der Sozialen Arbeit, Pädagogik und psychosozialen Praxis begegnen Fachkräfte regelmäßig Menschen mit Traumafolgestörungen. Ihre Erfahrungen fordern uns fachlich wie emotional, berühren unsere eigenen Grenzen und können unsere Handlungsfähigkeiten spürbar einschränken. Besonders neurodiverse Kinder und Erwachsene sind häufig von Traumata betroffen und benötigen einen traumasensiblen und reflektierten Umgang.
An zwei Vormittagen beleuchten wir die Auswirkungen von Trauma und seine möglichen Spätfolgen aus fachlichen und systemischen Perspektiven. Sie gewinnen verständlich aufbereitete Einblicke in die Entstehung von Traumafolgestörungen, lernen typische Symptome kennen und gewinnen Sicherheit im professionellen Umgang mit traumatisierten Menschen.
Die Fortbildung lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu reflektieren und die Lebensgeschichten anderer differenzierter zu betrachten. Das ermöglicht uns im beruflichen und privaten Alltag wirksamer, klarer und gleichzeitig achtsamer zu werden - und dabei auch die eigenen Grenzen und Ressourcen bewusst wahrzunehmen und zu stärken.
Konkrete Inhalte
Tag 1
- Was ist ein Trauma?
- Wie wirken traumatische Erfahrungen langfristig?
- Körperliche und seelische Spätfolgen
- Auswirkungen auf Beziehungen und Alltag,
- Austausch und Fallbeispiele aus der Praxis
Tag 2
- Möglichkeiten der Unterstützung und Stabilisierung
- Perspektivwechsel und andere systemische Methoden
- Ausblick und gemeinsame Reflexion
- Zeit für Fragen und kollegialen Austausch